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2. Aufl., § 1922 BGB Anhang Digitaler Nachlass Rn. 10; Biermann, ZErb 2017,
210, 213; Bock, AcP 217, 370, 392 f; Kutscher, Der digitale Nachlass, S. 105 f,
113 f; Lange/Holtwiesche, ZErb 2016, 157, 161). Darüber hinaus sind die Grenzen zwischen höchstpersönlichen und vermögenswerten Inhalten unscharf und
klare und eindeutige Abgrenzungskriterien kaum zu definieren, zumal auch
höchstpersönliche Inhalte beim Erbgang vermögensrechtliche Relevanz erlangen können (Bräutigam in Burandt/Rojahn, Erbrecht, 2. Aufl., § 1922 BGB Anhang Digitaler Nachlass Rn. 10; Lange/Holtwiesche, ZErb 2016, 157, 161).
52
b) Entgegen einer im Schrifttum vertretenen Auffassung (MüKoBGB/
Rixecker, 7. Aufl., § 12 Anh. Rn. 160; Martini, JZ 2012, 1145, 1150 ff; Hoeren,
NJW 2005, 2113, 2114; Brinkert/Stolze/Heidrich, ZD 2013, 153, 155) steht das
postmortale Persönlichkeitsrecht der Erblasserin der Vererbbarkeit digitaler
höchstpersönlicher Inhalte nicht entgegen.
53
Dieses wird aus dem Grundrecht der Unantastbarkeit der Menschenwürde gemäß Art. 1 Abs. 1 GG hergeleitet und dient dem Schutz des allgemeinen
Achtungsanspruchs, der dem Menschen kraft seines Personseins zusteht, und
des sittlichen, personalen und sozialen Geltungswerts, den die Person durch
ihre eigene Lebensleistung erworben hat (st. Rspr., s. nur BVerfG, NVwZ 2008,
549 Rn. 7 f; BGH, Versäumnisurteil vom 16. September 2008 - VI ZR 244/07,
NJW 2009, 751 Rn. 16). Bei einem Eingriff in dessen immaterielle Bestandteile
können die nächsten Angehörigen des Verstorbenen Abwehrrechte in Form von
Unterlassungs- und Widerrufsansprüchen geltend machen (vgl. BGH, Urteile
vom 5. Oktober 2006 - I ZR 277/03, BGHZ 169, 193 Rn. 11 und vom 6. Dezember 2005 - VI ZR 265/04, BGHZ 165, 203, 206, jeweils mwN; MüKoBGB/
Rixecker, 7. Aufl., § 12 Anh. Rn. 49, 55; MüKoBGB/Leipold, 7. Aufl., § 1922
Rn. 123; Staudinger/Kunz (2017), BGB § 1922 Rn. 596.8; Bock, AcP 217, 370,
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